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Fraktion besucht Betreutes Wohnen Rigeikenhof

Soziales

Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion informieren sich über moderne Wohnformen im Alter und besuchen dazu die Wohnanlage Rigeikenhof in Witten-Bommern

  • Keine Bewohner, sondern Mieter
    Solange wie möglich und so selbständig wie möglich leben: Das ist ein Traum, den viele Menschen haben. Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion haben nun am Dienstag, 11. Juli 2017, die Wohnanlage Rigeikenhof in Bommern besucht, um sich ein Bild von den Möglichkeiten zu machen. Am Rigeikenhof leben zurzeit Menschen im Alter von 60 bis 98 Jahren in eigenen Wohnungen. Sie versorgen sich selbst, so gut sie es können, für alles andere können sie die Dienstleistungen von Profis in Anspruch nehmen. Das fängt beim Pflegedienst an, geht über Putz-, Einkaufs- und Wäschedienst und hört beim Mittagstisch noch lange nicht auf.
  • Landrat Olaf Schade: „Für uns ist das Bildungsarbeit“
    99 Wohnungen gibt es am Rigeikenhof, sie sind zwischen 50 und 65 Quadratmeter groß. Claudia Wockenfuß, Pflegedienstleiterin, führt die sechs Sozialdemokraten und einen sachkundigen Bürger durch die Anlage. Unter den Besuchern von der SPD war auch Landrat Olaf Schade: „Für uns sind solche Besuche Bildungsarbeit“, schilderte er die Beweggründe der Partei, „denn viele Menschen im Alter wollen ja vom Heimcharakter weg und suchen nach einer neuen Möglichkeit, zu wohnen.“
  • Barrierefreie Wohnungen liegen versteckt an der Elberfelder Straße
    Der Rigeikenhof wird von der Diakonie Mark-Ruhr getragen. Dass dort „oben in Bommern“ so viele barrierefreie Wohnungen liegen, und dass sie landschaftlich so schön liegen, sieht man dem Gebäude von außen nicht an. Licht durchflutet die Anlage. Der grüne Innenhof lädt zum Spazieren ein – und das auch bei schlechtem Wetter, denn viele Wege sind überdacht. Es gibt einen Teich mit Fischen, einen Rundweg zum Spazieren und viel Raum zum Entspannen. Gleichzeitig sind es nur ein paar Schritte bis zum Nachbarn. Das ist nicht nur praktisch, wenn man mal ein Ei oder eine Tasse Mehl borgen muss. „Das ist gerade für die Mieter toll, die keine Angehörigen haben“, sagt Claudia Wockenfuß. Thorsten Reinhardt ist der Leiter der Einrichtung. Er weiß: „Wir haben zwar einen Pflegedienst im Haus, aber den nehmen die Mieter nur in Anspruch, wenn sie ihn brauchen.“ Eigenständigkeit wird am Rigeikenhof groß geschrieben, deshalb sind auch Tiere erlaubt, Hunde und Katzen etwa. Wer mag, kann am wechselnden Programm teilnehmen, und: Noch gibt es keine Warteliste.
  • SPD will wissen, wo der Schuh drückt
    Unter den Besuchern ist auch Barbara Lützenbürger, die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. Sie möchte, dass die Partei gut mit den Trägern der Wohlfahrtspflege zusammenarbeitet. „Deshalb wollen wir sehen, wie diese Träger arbeiten, und wir wollen wissen, wenn etwas nicht so einfach ist und wenn irgendwo der Schuh drückt, gerade, was Wohnformen im Alter angeht.“ Gegen Ende des Besuchs zeigt Claudia Wockenfuß den Sozialdemokraten eine Wohnung, die gerade leer steht. Erster Eindruck: Hell und groß. Es gibt ein geräumiges Wohnzimmer, eine Wohnküche, in der die Einbauküche schon drin ist, dazu Bad- und Schlafzimmer. Alles barrierefrei. „Wer hier einzieht, bekommt eine grundrenovierte Wohnung, er muss nicht selber streichen“, schildert Leiter Thorsten Reinhardt, „und die Möbel kann jeder selbst mitbringen.“ „Ich bin von dem Konzept begeistert“, sagt Barbara Lützenbürger. Olaf Schade: „Wir nehmen sehr gute Eindrücke mit, nun wissen wir, welche Möglichkeiten bestehen. Hier am Rigeikenhof sind die Menschen keine Bewohner, sondern Mieter.“