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AllgemeinSPD Kreistagsfraktion besucht die EN Agentur

Moderne Maloche

SPD-Kreistagsfunktion lernt neue Arbeitswelt bei der EN-Agentur kennen: „Arbeitsplätze sichern und neue schaffen“

Früher waren im Pott Malocher gefragt. Heute zählt Köpfchen. Die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr umarmt die digitale und doch menschliche Arbeitswelt und will denjenigen Firmen und Städten unter die Arme greifen, die es ihr nachtun wollen.

„In diesem Gebäude gibt es 17 Unternehmen, aber nur einen Drucker.“ Marc Letzing sieht sich in seiner Firma „Grauzone“ in Hattingen um. Viel unverkleideter Beton, ab und zu Holz, die Atmosphäre schillert zwischen Fabrik und Penthouse. 140 Schreibtische stehen hier auf mehreren Etagen, 80 davon werden von Tag zu Tag vermietet, 270 Euro kostet so ein Schreibtisch pro Monat.

60 Arbeitsplätze sind an Personen gebunden, und von diesen 60 hat die EN-Agentur zwölf gemietet. Diese zwölf Schreibtische sind mehr als nur ein Platz zum Arbeiten. Mit ihnen hat sich die Wirtschaftsförderung des Kreises in der Zukunft eingemietet.

„Apps für die Zusammenarbeit“

An der Wand hängen Zettel, mit denen die Agentur ihre aktuellen Projekte plant. „Agiles Arbeiten“ heißt das im modernen Büro-Deutsch; jeder kann sehen, welches Projekt wie weit fortgeschritten ist, und das Team spricht regelmäßig über Fortschritte und Hürden. „Die gesamte Mannschaft der EN-Agentur sitzt hier an zwei großen Tischen“, beschreibt Jürgen Köder, Geschäftsführer der Agentur, „wir nutzen nun mobile Arbeitsgeräte, Datensysteme in der Cloud und Apps für die Zusammenarbeit.“

Da staunten die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion doch ein wenig, als sie die EN-Agentur im Gebäude der Grauzone in Hattingen besuchten. Am Mittwoch, 4. September, führten Jürgen Köder und Marc Letzing die Politiker durch die neue Arbeitswelt. Es gibt zwar Besprechungsräume, die meisten Arbeitsplätze liegen jedoch im Großraumbüro. Wer hier arbeitet, darf rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche rein.

Pilz: „Arbeitsplätze sichern und neue schaffen“

Was auf den ersten Blick positiv nach der Abschaffung der Stechuhr klingt, kann aber auch Risiken bergen. Neue Formen der Beschäftigung wie Solo-Selbstständigkeit, Leiharbeit oder Brüche im Lebenslauf können schwierige Folgen der Digitalisierung sein. „Bei allen Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt, dürfen wir die Risiken nicht vergessen“, sagt Daniel Pilz, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag. „Manche Unternehmen wagen den Schritt in die Digitalisierung und die EN-Agentur kann dabei helfen. Doch letztendlich hängen da auch viele Arbeitsplätze im EN-Kreis dran, und das muss das Ziel sein, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.“

Die Etagen in der Grauzone sind hell und freundlich, gleichzeitig von einem kühlen, skandinavischen Chic durchströmt. Es gibt eine Küche, die jeder nutzen kann; Duschen, eine Kaffeemaschine für alle und „immer eine Schulter zum Ausheulen“, wie Letzing betont. Denn die Grauzone will mehr sein als nur ein Vermieter für Büros: „Eine Business-WG“, beschreibt der Geschäftsführer. Deshalb die eine, große Küche für alle, deshalb die offenen Räume, der Kicker, die gemeinsamen Veranstaltungen.

Etwas bewegt sich in der Arbeitswelt im EN-Kreis

Mit dem Konzept „Grauzone“ zieht im Ennepe-Ruhr-Kreis ein bisschen die Zukunft der Arbeitswelt ein. Traditionell ist die Wirtschaft im Kreis nämlich industriell und mittelständisch geprägt. Viel Metallverarbeitung, Maschinenbau, Automotive. „Viele Unternehmen sind heute noch nicht hinreichend auf die bevorstehende Digitalisierung vorbereitet“, sagt Daniel Pilz, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag.

Doch Inzwischen bewegt sich etwas in der Arbeitswelt im EN-Kreis. In jüngster Zeit kamen auch Unternehmen aus den Bereichen Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik in die Region. Und nun folgen die Kopfarbeiter: „Wir können hier über Sachgebiete hinweg zusammenarbeiten“, beschreibt Wirtschaftsförderer Dinges, der Unternehmen in Sachen Fördermittel berät oder Gründer offene Fragen beantwortet.

Und: „Seitdem wir in das Gebäude der Grauzone gezogen sind, ist die Kommunikation unter den Mitarbeitern viel besser und offener geworden, hier werden keine Probleme einfach ausgesessen.“ Mehr miteinander reden bedeutet auch: mehr voneinander erfahren, von den Projekten und Ideen.

Daniel Pilz: „Wir wollen die EN-Agentur positiv begleiten auf ihrem Weg, Unternehmen und Städte bei Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 zu unterstützen.“ Die EN-Agentur kann zum Beispiel Firmen beim Beantragen von Fördermitteln helfen.

Fördermittel für Unternehmen leicht gemacht

In der Grauzone arbeiten unter anderem Mitarbeiter von Digital-Agenturen, Fotografen, Designer, Eventmanager, Beschäftigte von Banken und Versicherungen und Berater. Und jeder kann von jedem lernen. Beispiel: „Wir haben hier kurze Wege“, beschreibt Dinges, „und so kann ich in der Grauzone mehr Ideen bekommen, um Firmen zu unterstützen, Fördermittel zu bekommen.“

Alle können mit allen reden, und es gibt keine Vorzimmerdame mehr, an der ein einfacher Angestellter auf dem Weg zum Chef erstmal vorbei muss. „Wir sehen hier spannende Veränderungen in der Arbeitswelt“, sagt Pilz, „und wir diskutieren mit der EN-Agentur weitere Themen rund um die Digitalisierung.“ Für einige Unternehmen im EN-Kreis gelte es, bei den Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 nicht abgehängt zu werden. Die EN-Agentur kann Firmen dabei unterstützen.

Veröffentlicht am 25.09.2019

 

KommunalpolitikSPD Kreistagsfraktion EN besucht das KuK

 

Psychisch Kranke immer jünger

 

Ob Angststörung, Depressionen oder „fremde Stimmen“: Im Schnitt werden Menschen mit psychischen Erkrankungen im EN-Kreis immer jünger. Das meldet der Verein Kontakt- und Krisenhilfe.

 

Jürgen Palluch ist im Vorstand des Vereins Kontakt- und Krisenhilfe (Kuk), seit 1992 ist er bei der Kuk tätig. Seit den frühen 90er-Jahren hat sich etwas verändert in der Gesellschaft: Die Menschen, die bei der Kuk Hilfe suchen, werden jünger. „Früher kamen die Menschen im Alter ab 21 Jahren zu uns, heute sind sie 18 Jahre alt“, sagt Palluch, der als Sozialarbeiter im Verein angefangen hat. Ein Grund dafür könne sein, dass viele junge Menschen immer häufiger sich selbst überlassen seien, woraus Probleme erwachsen könnten. 

Betroffene und auch Angehörige können beim Verein KukHilfe und Beratung bekommen. Zum Beispiel in den Tagesstätten des Vereins, in Schwelm und Hattingen. Dort kommen jüngere und auch ältere Hilfesuchende zusammen, der Verein unterstützt sie dabei, eine Tagesstruktur zu entwickeln und hilft, die Lebensumstände zu stabilisieren.

„Viele Betroffene können nicht für sich selbst sorgen, tagesstrukturierende Maßnahmen können da viel helfen“, sagte Barbara Lützenbürger, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im EN-Kreistag. SPD-Fraktionsmitglieder besuchten den Verein Kuk am vergangenen Dienstag, 2. Juli, in Schwelm. Ihr Ziel war es, die Situation eines Vereins kennen zu lernen, der psychisch Kranken im Kreisgebiet hilft. 

In den Kuk-Tagesstätten kommen ältere und jüngere Betroffene zusammen. Sie verbringen den Tag miteinander, spielen vielleicht Fußball, kochen zusammen, singen oder sie arbeiten kreativ. „Wir empfinden die Durchmischung der Altersgruppen als Vorteil“, beschreibt Liv Blankennagel, Leiterin der Tagesstätte in Hattingen. 

Ein zweites Standbein der Arbeit der Kuk ist das ambulante Betreute Wohnen. 40 der 70 Mitarbeiter des Vereins helfen Menschen mit psychischen Krankheiten, die in einer eigenen Wohnung leben, bei der Bewältigung des Alltags. Hausbesuche gehören dazu, ebenso wie Beratung bei der Haushaltsführung, bei Behördenangelegenheiten, bei medizinischen Maßnahmen oder bei der Auseinandersetzung mit der Krankheit. Selbst die Begleitung bei einem einfachen Spaziergang könne oft schon helfen, den Alltag zu bewältigen. 

„Wir helfen Menschen bei den Herausforderungen des täglichen Lebens, damit sie selbständig leben können“, sagt Sandra Herold, Teamleiterin im Bereich ambulantes betreutes Wohnen. Auch bei der Suche nach einer neuen Wohnung könne Kuk unterstützen, etwa, indem der Verein potenziellen Vermietern signalisiere, dass eine Beratung stattfindet. 

„Niederschwellige Angebote wie die vom Verein Kontakt- und Krisenhilfe sind sehr wichtig“, sagte Claudia Krebs, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. Die Nutzer der Tagesstätte beispielsweise können eine Tagesstruktur entwickeln und so ihr Leben besser in den Griff bekommen. „Ohne die Tagesstätte würde sich vielleicht keine Struktur entwickeln“, beschreibt Palluch. 

Der Verein betreut und begleitet zudem eine Wohngemeinschaft, die im gleichen Gebäude wie die Tagesstätte und die Verwaltung des Vereins in Schwelm liegt. In der WG bekommen vier Menschen die Möglichkeit, soziale Kontakte, Selbständigkeit und Alltag neu zu lernen – zum Beispiel nach einem längeren Aufenthalt in der Klinik. 

Die Kontakt- und Krisenhilfe wurde 1984 von engagierten Bürgern und Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung gegründet. Heute bezeichnet sich der Verein selbst als „gemeindepsychiatrisches Zentrum“ und finanziert sich vorrangig durch öffentliche Mittel und Mitgliedsbeiträge. Kukbetreut aktuell 367 Menschen im ambulanten betreuten Wohnen, die beiden Tagesstätten in Hattingen und Schwelm zählt 35 Nutzer, es gibt eine Warteliste. 

In die Tagesstätten kommen vor allem Menschen, die zwar keiner geregelten Erwerbstätigkeit nachgehen können, die aber auch nicht dauerhaft in einer Klinik oder in einem Heim leben müssen. Die zusätzliche Unterstützung durch den Verein ermöglicht es ihnen, sich zu stabilisieren und auf lange Sicht eine Beschäftigung anzupeilen: „Wer sich in unserer Tagesstätte anmeldet, geht schon eine kleine Vereinbarung ein, regelmäßig teilzunehmen“, beschreibt Palluch, „um vielleicht irgendwann so fit zu sein, wieder eine Beschäftigung anzunehmen, vielleicht einen Minijob.“ 

INFOKASTEN

• Mehr als jeder Vierte in Deutschland ist jährlich von einer psychischen Erkrankung betroffen, meldet die deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN). Damit könnten psychische Störungen als Volkskrankheit gelten, ebenso wie Bluthochdruck

• Die Zahl der Betroffenen steigt seit Jahren, laut DGPPN liegt das aber nicht daran, dass die Fallzahlen selbst steigen, sondern an verbesserten Diagnoseverfahren und an den Betroffenen, die häufiger Hilfe annehmen

• Zu den häufigsten Störungen zählen laut DGPPN Angststörungen und sogenannte affektive Störungen wie Depressionen sowie Suchtkrankheiten

• Junge und sozial schlechter gestellte Menschen sind häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen

 

Veröffentlicht am 08.07.2019

 

KommunalpolitikStrukturwandel im Ruhrgebiet-Wir erfahren Zukunft

Am Samstag den 11.05.2019 waren auf Einladung des SPD Stadtverbandes und Ruhrparlamentsmitglieds Daniel Pilz eine Gruppe unterwegs, um sich über den Strukturwandel im Ruhrgebiet zu informieren.

Die Fahrt ging quer durch das Ruhrgebiet, um gelungene Beispiele für die Entwicklung alter Industrieflächen anzusehen. Von Anke Oleck vom Regionalverband Ruhr "haben wir die Hintergründe zum Tetraeder in Bottrop, dem Nordsternpark in Gelsenkirchen und dem Phoenixsee in Dortmund erfahren", so Daniel Pilz.

Veröffentlicht am 13.05.2019

 

Schule und BildungDigitalPakt für die Schulen, Antrag der SPD Kreistagsfraktion

Die SPD Fraktion Ennepe-Ruhr stellt für die Sitzung des

Ausschusses für Schule, Bildung und Integration folgenden Antrag zur Tagesordnung am 03.06.2019.

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Integration über den „DigitalPakt 2019 bis 2024“ zu berichten und darzulegen, welche Vorbereitungen seitens des Ennepe-Ruhr-Kreis erforderlich sind bzw. bereits erfolgt sind, um zeitnah Mittel aus dem DigitalPakt erhalten zu können. Der aktuelle Sachstand und ein Zeitplan zur Erstellung, sowie Umsetzung des Medienentwicklungskonzeptes des EN-Kreises wird dargestellt.

Begründung:

Der Bundestag hat am 29.11.2018 mit Zweidrittel-Mehrheit eine Grundgesetzänderung zu mehreren Themenfeldern und zukünftigen Finanzhilfen des Bundes beschlossen. Die Länder haben in der Sitzung des Bundesrates am 14.12.2018 den Vermittlungsausschuss angerufen. Der Vermittlungsausschuss hat am 20.02.2019 dem Bundestag und dem Bundesrat einen Einigungsvorschlag vorgelegt, dem der Bundestag am 21.02.2019 und der Bundesrat am 15.03.2019 mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit zugestimmt haben. Somit wurden die formalen Voraussetzungen geschaffen, dass der DigitalPakt Schule umgesetzt werden kann.

Mit dem DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen sowie die Lehr- und Lerninfrastrukturen optimieren. Zu den förderfähigen Investitionen zählen beispielsweise der Aufbau oder die Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden, das schulische WLAN oder der Aufbau und die Weiterentwicklung digitaler Lernplattformen.

Im Rahmen dieser Verwaltungsvereinbarung stellt der Bund den Ländern über einen Zeitraum von fünf Jahren 5 Mrd. Euro zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der digitalen kommunalen Bildungsinfrastruktur zur Verfügung. Auf Nordrhein-Westfalen entfallen in dem genannten Förderzeitraum Mittel in Höhe von rund 1,054 Mrd. Euro. Den Bundesmitteln steht eine Ko-Finanzierung des Landes einschließlich der Kommunen von mindestens 10% gegenüber.

Die Mittel zum DigitalPakt werden vom Schulträger beim Land beantragt. Eine Voraussetzung für die Beantragung von Mitteln aus dem DigitalPakt ist die Vorlage eines Medienentwicklungsplans jeder einzelnen Schule. Der DigitalPakt Schule folgt dem Grundsatz „Keine Ausstattung ohne Konzept“.

Damit die Schulen des Ennepe-Ruhr-Kreis möglichst schnell in den Genuss der Mittel aus dem DigitalPakt Schule kommen, ist eine frühzeitige Beratung in den zuständigen Gremien sinnvoll.

Veröffentlicht am 25.04.2019

 

KommunalpolitikKommunale Demokratie gefährdet!!

Die SPD Kreistagsfraktion EN spricht sich gegen die Änderung im Kommunalwahlgesetz zur Stichwahl aus.

Ebenso spricht sich die SPD Kreistagsfraktion des Ennepe-Ruhr-Kreises gegen die geplante Änderung der Kriterien bei der Einteilung der Wahlbezirke bei der Kommunalwahl aus.

Wichtigster Bestandteil der von der schwarz-gelben Koalition beabsichtigten Neuregelungen des Kommunalwahlgesetzes sind die Abschaffung der Stichwahlen bei Bürgermeistern und Landräten sowie eine Neueinteilung der Kommunalwahlkreise.

Die Verfassungsrechtsexperten hatten die schwarz-gelben Pläne geradezu zerrissen und sie als wahrscheinlich verfassungswidrig eingestuft. Übereinstimmend war kritisiert worden, dass die Vorlagen der Regierungsfraktionen in keiner Weise hinreichend begründen, warum die angestrebten Gesetzesänderungen überhaupt erforderlich sind.

Wir erwarten, dass die schwarz-gelbe Koalition auf Landesebene ihre unausgegorenen Vorschläge zurückzieht!", sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Daniel Pilz.

Bei der Abschaffung der Stichwahl haben Bürgermeister/Landratskandidaten die Möglichkeit mit weniger als 33% der Stimmen der Wähler ins Amt gewählt zu werden.

Solch niedrige Stimmenanteile der Wahlsiegerinnen und Wahlsieger gewährleisteten keinen ausreichenden Rückhalt durch die Bürgerinnen und Bürger.

Weniger als 33% entsprechen nicht unserem Demokratieverständnis, denn 70% der Bürgerinnen und Bürger haben „ihren „Kandidaten nicht gewählt.

Die Stichwahl sichert somit den Stimmwert der Bürger, die sich im ersten Wahlgang für einen unterlegenen Kandidaten ausgesprochen haben. So können sie erneut zwischen den beiden stärksten Bewerbern des ersten Wahlgangs entscheiden.

Auch die Erfahrungen in den anderen Bundesländern zeigen, dass sich die Stichwahl bewährt hat. Mittlerweile verfügen alle Bundesländer über ein Stichwahlsystem für die Wahl der Hauptverwaltungsbeamten. NRW darf keinen Sonderweg gehen.

Auch die geplante Änderung der Kriterien bei der Einteilung der Wahlbezirke bei der Kommunalwahl kritisieren wir deutlich. Zukünftig sollen nach den Plänen der schwarz-gelben Koalition bei der Ermittlung der Einwohnerzahl eines Wahlbezirks diejenigen Personen unberücksichtigt bleiben, die nicht Deutsche oder Staatsangehörige eines anderen EU-Mitgliedsstaates sind.

Diese Änderung würde in der Praxis dazu führen, dass insbesondere die Wahlbezirke, in denen viele Nicht-Deutsche bzw. Nicht- EU-Bürger ihren Wohnsitz haben, unnötig vergrößert werden. Die Betreuungsmöglichkeiten durch die zuständigen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger in diesen Wahlbezirken würden aufgrund dieser Vergrößerungen erschwert. Wir bekamen dadurch faktisch eine Verzerrung der tatsächlichen Einwohnerzahlen und Wahlbezirke, erster Klasse und zweiter Klasse.

Betroffen hiervon sind nicht nur die nicht wahlberechtigten Einwohner, sondern auch die in diesem Wahlbezirk lebenden Wählerinnen und Wähler. Gerade die Kommunalpolitik lebt jedoch davon, dass jeder Einwohner „seine“ Kandidatin oder „seinen“ Kandidaten mit seinen konkreten Problemen ansprechen kann, denn auf keiner anderen Ebene ist die unmittelbare Betroffenheit der Einwohner so groß wie auf der kommunalen Ebene.

Hierin ist auch der Grund zu sehen, warum in allen anderen Flächenländern Deutschlands ebenfalls alle Einwohner bei der Bestimmung der Wahlbezirksgröße mitzählen.

NRW darf hier keinen Sonderweg gehen!

Veröffentlicht am 02.04.2019

 

AllgemeinPressemitteilungder SPD-Kreistagsfraktion – 01.02.2019

SPD-Fraktion steht hinter Landrat Schade

 

Die Stellungnahme des Ennepe-Ruhr-Kreis zum neuen Regionalplan wurde am vergangenen Montag mit den Stimmen von SPD, Grünen/Bündnis 90 und Freien Wählern/Piraten mehrheitlich beschlossen. Vorab gab es einen Änderungsantrag der Grünen zu dieser Stellungnahme. Wie üblich hat der Kreistag über den Änderungsantrag beraten und abschließend eine mehrheitliche Entscheidung getroffen. Dies ist eine völlig normale demokratische Handlungsweise, die in allen demokratischen Parlamenten umgesetzt wird. Der Änderungsantrag betraf u. a. eine Fläche in Schwelm unter der sich Dolomit Gestein befindet, dass aus geologischen Gesichtspunkten nicht bebaubar ist. Die SPD-Fraktion wird auch weiterhin gemeinsam mit dem Landrat sinnvolle und richtige Anträge anderer Fraktionen unterstützen. Das ist gelebte Demokratie!

 

Veröffentlicht am 05.02.2019